Es gibt keine blöden Fragen – es gibt nur blöde Sicherheitsfragen!

Die Indifferenten und Sich-nicht-entscheiden-können-oder-wollenden unter Ihnen werden wissen, wovon ich spreche: Man muss sich eine Sicherheitsfrage aussuchen und statt einfach zu beantwortende geschlossene hat es nur offene Fragen. Zumindest empfinde ich Fragen als offen, solange meine Antwort nicht wie aus der Pistole geschossen kommt oder wenigstens wie von einer unsportlichen Siebtklässlerin beim Kugelstoßen abgeworfen. Mal ganz abgesehen vom (Un-)Sicherheitsaspekt bei solchen Fragen – und ja, vor allem bei geschlossenen Fragen – finde ich es wohl putzig, wenn da Dinge erfragt werden, für die sich sonst maximal Mitschüler interessierten, die seinerzeit – gewissermaßen als Vorgänger von Mark Zuckerberg – ein solches Buch kursieren ließen:

Der datenspeichernde Schulkamerad ist in diesem Fall das ElsterOnline-Portal, wo man sich für das ab 01.01.2013 bei Umsatzsteuer-Voranmeldung und anderen Vorgängen nötige elektronische Zertifikat registrieren muss. Tja. Ich kann nur sagen, dass ich mich mit einer abschließenden Beantwortung dieser Fragen eher schwer tue.

Das sähe freilich anders aus, wenn die Fragen etwa ironisch gemeint wären. Da hätte ich direkt gerufen: Delfin! Denn der war zu „Das ist meine Schulklasse“-Zeiten unter uns Mädchen das populärste, ja, das coolste aller Lieblingstiere. Was ich als Lieblingstier eingetragen habe, daran erinnere ich mich nicht mehr. Und hat man als Erwachsener überhaupt ein Lieblingstier? Ich jedenfalls nicht. Aber ironisch … da würde auch Pantoffeltierchen passen, Weihnachtsgans, Einhorn, Fuchur, haekelschwein oder Triumph, the Insult Comic Dog. Natürlich müsste man sich für eins entscheiden, aber zumindest fallen einem da schon mal Tiere ein! Weniger emotionslos als bei unironischen Lieblingstieren bin ich dagegen bei unironischen Lieblingsschauspielern, -sängern und -künstlern. Aber wie um alles in der Welt könnte ich mich je für David Bowie und gegen Serge Gainsbourg oder umgekehrt entscheiden? Schon unrealistisch, was die Sicherheitsfrager sich da vorstellen.

Nun ja. Natürlich könnte man auch, da einem ohnehin aufgetragen wird, sich – wie unpraktisch! – sowohl Frage als auch Antwort zu notieren, einfach schreiben, dass man als Kind so gern im Bällebad geurlaubt hat. Oh! Schon wieder Ironie. Ob die dann nicht doch die bessere Lösung sowohl für Benutzer als auch im Hinblick auf Sicherheit ist? Ich werde da noch mal in Ruhe drüber nachdenken.

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2 Gedanken zu “Es gibt keine blöden Fragen – es gibt nur blöde Sicherheitsfragen!

  1. P.Kaefer sagt:

    Elster böte sich doch als Lieblingstier an. Au moins dans ce contexte.

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