„Jour Fitz“, meine Nemesis

Mittwoch, 23. Januar. Nachdem ich den lieben, den guten @Vergraemer, der mich im vergangenen Jahr mehrmals gefragt hatte, ob ich nicht auch mal bei einer seiner sogenannten Web 2.0-Lesungen, dem „Jour Fitz“ im 4010 Telekom Shop in Berlin-Mitte, einen Text vorlesen möchte, mindestens genausovielmal vertröstet habe, weil mich sein Hauptargument „Wir brauchen mehr Frauen!“ nicht auf Anhieb davon überzeugen konnte, dass unbedingt ich eine der Quotenlesefrauen sein müsse, und ich mich schließlich aber – zumal er bestimmt nicht lockergelassen hätte – doch bemüßigt gefühlt habe, kommende Woche, also am Dienstag, den 29. Januar dort zu lesen, ist bei mir heute offenbar eine Erkältung im Anmarsch, die mich einerseits denken lässt, dass ich mit dem Schreiben eines Textes für die Lesung anfangen sollte, solange ich noch dazu in der Lage bin, da es ja schon sehr blöd wäre, wenn ich mangels eines brauchbaren Textes – entgegen den vom @Vergraemer getwitterten Ankündigungen – gar nicht lesen würde, die mich andererseits aber auch denken lässt, dass die Kopfschmerzen und die verstopften Nebenhöhlen vielleicht gar nicht in einer Erkältung gipfeln werden, sondern in, jahaa, meinem Ableben, und da wäre es nun wiederum schade, wenn ich meine letzten Tage und Stunden auf dieser Welt mit dem Schreiben eines Textes, den außer mir nie jemand lesen bzw. hören würde, verbracht hätte, anstatt damit, Filme zu gucken und mir den Bauch mit ungesunden Leckereien vollzuschlagen. Dilemma! So oder so sollte ich aber besser mit diesen Bandwurmsätzen aufpassen. Oder?

Bandwurmsatz

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2 Gedanken zu „„Jour Fitz“, meine Nemesis

  1. Rüdi sagt:

    Und wie weit bist du mit deinem Ableben schon vorangekommen, gibt es Fortschritte oder hast du die Grippe entgültig besiegt? Ich wünsche dir letzteres, da es schade um die Tweeds und um deine herrlichen Bandwurmsätze wäre. Bloss nicht abgewöhnen! Und was machen deine schriftstellerischen Ambitionen für Dienstag? (Nur noch 4 Tage!!!) Ich bewundere ja deinen Mut, eine Zusage zu geben, bevor du ein fertiges Manuskript in der Tasche hast. Oder bluffst du nur und hast ein ausgefeiltes Traktat schon längst in der Tasche? Deine Fangemeinschaft ist jedenfalls gespannt – mit oder ohne Bandwurmsätze.

    • Liebe Fangemeinschaft Rüdi, ich denke, der Vergraemer möchte jetzt einfach ein erzieherisches Exempel statuieren und mich nicht mehr – wie zuvor – abspringen lassen. Und nein, ich hatte wirklich keine Zeit … äh … keine Muße … ach, was sag‘ ich … ich hatte keinen Stift um etwas aufzuschreiben! Jawohl! Deshalb bin ich genauso gespannt wie die Fangemeinschaft. Zumindest sieht es mittlerweile so aus, als würde ich bis Dienstag überleben, und das bei besserer Gesundheit. Fazit: Es bleibt spannend! 😉

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