Liebe Frankfurter Rundschau, überprüf doch mal deine Plurals

Neulich in den Weiten des Internets … Ich stolpere über das Online-Angebot der Frankfurter Rundschau, wo man, wie es den Anschein hat, Anglizismen zwar nicht mag, aber doch couragiert genug ist, dem Leser eine Lösung zu präsentieren, die ihm Zahnschmerzen bereitet und auf Dauer wahrscheinlich sogar Haarausfall zur Folge hat: die sogenannten „Spezials“.

Spezials

„Spezials“, das soll der Plural von „Spezial“ sein. „Spezial“, das kommt vom englischen „special“, aber der Duden kennt ein solches immerhin als „Spezial, das: Sondersendung zu einem bestimmten Thema“. Und das darf die Frankfurter Rundschau, wenn man mich fragt, auch gerne für ihre Sonder-Spezial-Dingse verwenden. Aber doch bitte nicht so, dass jeder halbwegs bei grammatikalischer Gesundheit seiende Leser sich wünschen muss, hackerische Fähigkeiten zu besitzen, um im gesamten Online-Angebot der Frankfurter Rundschau anstelle dieser Kreuzung aus Denglizismus – der Plural von „special“ ist natürlich „specials“ – und, ja, Mirdochegalismus Hyperlinks zu folgendem Screenshot einfügen zu können:

Spezialgrammatik

Die Speziale. SPEZIALE. Hast du gehört, FR? Spe-zi-al-eeeeeeeeeeeeee! Das können sich die, die ihren Gaga-Plural zu den ungefähr 1.710.000 Ergebnissen (0,33 Sekunden) bei Google beigesteuert haben, auch gleich hinter die Ohren schreiben.

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